Pressemitteilungen 2014 ()

Karlsruher Fahrdynamikexperten feiern ihr 30-jähriges Jubiläum

Innovationstreiber blicken bei apply & innovate 2014 auf Firmengeschichte zurück

Seit drei Jahrzehnten hat sich das Karlsruher Unternehmen IPG Automotive als feste Größe im Bereich Fahrdynamiksimulation und virtueller Fahrversuch positioniert und sich mit Qualität und Innovationskraft hinsichtlich seiner Soft- und Hardwareprodukte etabliert. Das Gründungsdatum ist der 10. Juli 1984, anschließend wurden im Herbst vor 30 Jahren die operativen Geschäfte aufgenommen. Das Jubiläum wird das ganze Jubiläumsjahr mit zahlreichen Aktionen, u. a. zahlreichen Mitarbeiterinterviews und der Veröffentlichung der Firmengeschichte, begleitet.

Die Gründung vor 30 Jahren erfolgte durch Prof. Dr.-Ing. Rolf Gnadler von der damaligen Universität Karlsruhe (TH), heute das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), sowie seine Assistenten Dr.-Ing. Andreas Riedel und Dr.-Ing. Alexander Schmidt. Sie gründeten IPG („Ingenieurgemeinschaft Prof. Dr.‑Ing. R. Gnadler GmbH“) aus einem Projekt der Hochschule heraus. Die Tätigkeitsschwerpunkte lagen zunächst auf der klassischen Fahrdynamik und Regelsystemen. Diese Kernfelder wurden im Laufe der Zeit ständig erweitert und um neue Methoden und Innovationen ergänzt. Im Jahr 2003 wurde aus IPG schließlich IPG Automotive.

Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums hat sich Dr.-Ing. Alexander Schmidt in einem Interview an die Anfänge erinnert und spricht über Herausforderungen der Automobilbranche sowie Erwartungen an die Zukunft.

Auszug aus dem Interview mit Dr.-Ing. Alexander Schmidt:

Herr Schmidt, Sie werden doch sicher oft gefragt: Was bedeutet eigentlich IPG?

Das war eine Abkürzung, die interessanterweise unsere Kunden „erfunden“ haben, da ihnen der eigentliche Name zu lang war. Im Juli 1984 haben wir die „Ingenieurgemeinschaft Prof. Dr.-Ing. R. Gnadler GmbH“ gegründet, aber nach kurzer Zeit haben alle nur noch IPG gesagt. […]

Wie würden Sie die Entwicklung von IPG im Laufe der Jahre beschreiben?

Wir haben uns immer vorwärts bewegt und uns mit neuen Technologien beschäftigt. In der Automobilindustrie haben wir teilweise Dinge vorgestellt, von denen die Leute noch nichts gehört hatten. Nach der anfänglich reinen Entwicklungsarbeit erkannten wir die Notwendigkeit eigener Produkte. Unsere ersten Eigenproduktionen waren IPGTire und IPGDriver. 1989 gab es bereits den ersten Hardware-in-the-Loop Prüfstand und ich kann mit Stolz behaupten, dass wir zu den Pionieren der HIL-Methode und der Fahrdynamiksimulation gehören.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

Im Rahmen der Begrüßung auf der Technologiekonferenz apply & innovate gibt es für alle Teilnehmer einen kurzen Rückblick auf die Firmengeschichte. Neben der bisherigen Entwicklung der Firma und der Fahrdynamiksimulation steht auf der apply & innovate 2014 in Karlsruhe vom 23. bis 24. September 2014 aber vor allem die Zukunft des virtuellen Fahrversuchs im Mittelpunkt. In vielen Vorträgen zu innovativen Projekten wird präsentiert, wie der virtuelle Fahrversuch die Fahrzeugentwicklung unterstützen kann. Neben vielen zukunftsweisenden Technologien bildet das Testen und Validieren von teil- und vollautomatisierten Fahrfunktionen ein Schwerpunktthema.

Durch den virtuellen Fahrversuch mit CarMaker ist es möglich, den Entwicklungsprozess aufgrund immer kürzerer Entwicklungszeiten, einer höheren Variantenanzahl und zahlreicher technischen Neuerungen weiter zu optimieren. Dabei lassen sich schon heute Funktionen testen, die weder in einem realen Prototyp integriert noch in einem Serienfahrzeug zu finden sind. Die Konzeptionsphase wird für die Automobilhersteller vereinfacht, denn bereits in einer sehr frühen Phase kann der Entwicklungsingenieur eine Vielzahl von Fahrzeugkomponenten virtuell testen, bevor diese als physische Komponenten vorliegen. Mit den offenen Integrations- und Testplattformen ist ein durchgängiger Einsatz in der Fahrzeugentwicklung möglich. Neue Testmethoden wie das jüngst entwickelte Verfahren „Vehicle-in-the-Loop“, die Einbettung eines realen Fahrzeugs in eine virtuelle Umgebung, zeigen deutlich den Innovationsgeist der Firma. Seit Beginn des Bestehens kann das Unternehmen auf ein deutliches Wachstum zurückblicken. Mittlerweile beschäftigt IPG Automotive mehr als 80 Mitarbeiter und hat im Juni 2014 in Japan die Tochterfirma IPG Automotive K.K. gegründet. Seit 2013 sind der Mitgründer Dr.-Ing. Alexander Schmidt und sein Sohn Steffen Schmidt gemeinsame Geschäftsführer des inhabergeführten mittelständischen Unternehmens.

Die Entwicklung von IPG Automotive von der Gründung 1984 bis heute

Zugeordnete Dateien

201409 PM IPG Automotive 30 YEARS OF INNOVATION DE
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201407 Timeline IPG Automotive 30 YEARS OF INNOVATION
0.89 MB / JPG