Pressemitteilungen 2014 ()

Großes interdisziplinäres Interesse an virtuellen Testmethoden

Fahrzeugentwickler, Zulieferer und Forscher aus verschiedenen Fachgebieten informierten sich beim Open House der IPG Automotive GmbH über neue Methoden und Anwendungen des virtuellen Fahrversuchs.

Über 280 internationale Teilnehmer begrüßte IPG am 11. März 2014 zum diesjährigen Open House in Karlsruhe. Es kamen Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen der Fahrzeugentwicklung, wie Fahrerassistenz, Antrieb, Elektrik/Elektronik und Fahrwerk.

So vielfältig die Arbeitsgebiete der Teilnehmer, so einte sie eine entscheidende Fragestellung: Wie lassen sich neue Funktionen und Komponenten frühzeitig in ein virtuelles Fahrzeug integrieren, um sie im Gesamtfahrzeugverbund zu testen und zu bewerten? Denn die Tendenz hin zu modellbasierten Methoden steigt: Ein Großteil der Entwicklungsarbeit erfolgt bereits heute ohne reale Prototypen. „Da ist es wichtig, nicht den Bezug zum Gesamtprodukt zu verlieren. Die Systeme sind heute so stark vernetzt, dass wir möglichst früh gemeinsam testen müssen, um die Wechselwirkungen zu beherrschen, “ erläutert ein Teilnehmer die Herausforderung.

Die Integrations- und Testplattform CarMaker unterstützt die interdisziplinäre Zusammenarbeit durch offene Schnittstellen und Standards. Fahrzeugkomponenten können als Modell, Software oder Hardware in einen digitalen Prototyp integriert und im virtuellen Fahrversuch untersucht werden. Beim Open House wurde eine neue, zusätzliche Schnittstelle in CarMaker vorgestellt - das Functional Mock-up Interface (FMI). FMI ist ein branchenübergreifender Standard, der die Integration von Modellen aus unterschiedlichen Entwicklungswerkzeugen vereinfacht.

Mit großem Interesse verfolgten die Gäste die Präsentation weiterer neuer Funktionen und Modelle von CarMaker. So wurde die virtuelle Verkehrsumgebung deutlich angereichert. Detektierbare Straßenschilder, Ampeln und Fahrbahnmarkierungen sowie neue visuelle Effekte ergänzen die Testmöglichkeiten von Fahrerassistenzsystemen. Veränderte Strukturen in den Antriebsstrang- und Bremsmodellen werden zukünftig die Entwicklung neuer Hybridantriebs-Konzepte unterstützten. Ein echter Meilenstein ist die Integration echtzeitfähiger Mehrkörperachsen in CarMaker. Sie werden die Fahrwerksentwicklung deutlich vorantreiben.

Neben informativen Vorträgen bot das Open House wie in den Vorjahren viel Raum für den Austausch mit Kollegen und den Experten von IPG. Auf einer Fachausstellung zeigten IPG und zahlreiche Partner wie AVL, ETAS, Gamma Technologies, das FZI Karlsruhe, RTT und imc Meßsysteme Live-Demos ihrer Werkzeuge und Lösungen. Highlight der Ausstellung war die Vorführung der Vehicle-in-the-Loop-Technologie: Die Teilnehmer konnten bei einer Testfahrt live erleben, wie ein Einparkassistent einen realen Testwagen in eine virtuelle Parklücke aus simulierten Fahrzeugen steuerte.

Insgesamt war die Resonanz der Teilnehmer sehr positiv: „Das Open House war wieder eine gute Gelegenheit, sich aus erster Hand über neue Anwendungsmöglichkeiten von CarMaker zu informieren und die Methoden benachbarter Disziplinen kennenzulernen.“ Auch Dr. Alexander Schmidt, Geschäftsführer der IPG Automotive GmbH, ist zufrieden. Er freut sich über die hohe Teilnehmerzahl und sieht das Open House auch als Inspirationsquelle für das IPG-Team: „Aus den Diskussionen mit unseren Anwendern nehmen wir neue Impulse für die Weiterentwicklung unserer Simulationslösungen und Testsysteme mit.“

Open House 2014

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